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::projects::reedbox
Programmieren hat mich immer fasziniert, Vorgänge automatisieren, die Möglichkeiten die sich bieten und das alles ganz
ohne zusätzlichen Materialaufwand oder Kosten, ganz allein durch die Eingabe von "Text".
Noch spannender fand ich die Vorstellung durch Programme die Realität manipuliert zu können. MUHARAHAR finstere Maschinen,
die ganze Häuserblöcke dem Erdboden gleichmachen... öhm.. sowas halt. Bei Robotern hatte ich immer solche orange-farbenen
Lackier- oder Schweißroboter der Autoindustrie vor Augen. Das wollte ich auch!
Da ich nich so der Elektroniker bin und vieles für mich ein Buch mit sieben Siegeln darstellt fand ich die C-Control Unit
sei der richtige Einstieg in dieses Thema. Für alle die sie nicht kennen, die C-Control Unit ist ein kleiner Einplatinen
Computer etwa in der Größe einer Postkarte (inklusive Starter Board). Er entählt alles was man(n) zum Leben braucht. Ein
Basic Interpreter ermöglicht sozusagen kinderleichte Programmierung und so steht dem Robotiklaien ein schönes Set zum
experimentieren zur Verfügung.
Als ich das Teil (schon ein paar Jährchen her) zum ersten Mal in den Händen hielt, konnte ich es nciht abwarten gleich ein
paar Tests durchzuführen. Als erstes Experiment schloss ich ein paar Leds an die Digitalports an und einen Motor an eines
der beiden Relais. Als zufällig Max vorbeikam kam uns die Idee ein C-Control gesteuertes Gefährt zu bauen, die C-Control
Kiste und ein bischen Lego und fertig war der erste Prototyp der ReedBox. Zusammengefummelt in wenigen Minuten.
Hier ein paar alte Photos von dem Gefährt:
[Photos sind offenbar verloren gegegangen, ich hoffe sie tauchen irgendwann wieder auf]
Natürlich war der Aufbau extrem provisorischer Natur =) Aber der Werkstoff Pappe ist und bleibt Mittel der Wahl. Irgendwie
kucken mich immer alle schief dafür an, aber es gibt eine ganze Reihe guter Gründe auf Pappe als Grundwerkstoff zurückzugreifen.
Hier sind mal ein paar:
- ich bin ein Bastelmuffel und Pappe lässt sich mit einem Cutter und Heißkleber super leicht und vor allem schnell verarbeiten
- Pappe ist billig und eigentlich immer verfügbar
- Pappe ist leicht und trotzdem stabil
- Wenn mal ein Fehler passiert ist schmerzt es wenig mal ein Teil neu anzufertigen oder zu modifizieren
...dafür siehts halt scheiße aus ;) und ist etwas ungenau.
Die nächste Version wurde wieder aus Pappe gebaut, dieses Mal aber mit vorheriger Planung. Ein großer 9.6V 3Ah Modellbau Akku liefert die
Energie, er steht wie die Platine hochkant auf der Basis. Die größte Schwäche der ReedBox sind momentan die Räder, welche auch aus Pappe
sind, sie sind nicht besonders rund und bieten kaum Grip. Dies macht sich insbesondere im extrem miesen Geradeauslauf bemerkbar. Bereits
durch leichten Einschlag des hinteren Stützrades wird eine starke Kurve gefahren.
Zuletzt ist ein ordentlicher Sharp Distanzsensor dazugekommen. Er ist ganz vorn auf einen Servo montiert und deckt ca. 100° des vorderen
Bereiches ab.
Momentan kann er noch nicht besonders viel. Mit seinem aktuellen Programm fährt er "geradeaus" bis ein Hindernis erkannt wird. Dann sieht
er sich um und vermisst die Abstände schräg links und rechts vorn. Dann setzt er ein Stück zurück und dreht sich Zeitbasiert in die Richtung
in der augenscheinlich mehr Platz ist.
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